Der Umgang mit Aids / HIV
HIV ist eine Immunschwäche
für die es trotz moderner Wissenschaft noch immer kein
Heilmittel gibt. Die Infektion
ist nicht wie bei der Grippe durch die Luft, sondern in den meisten
Fällen durch den Austausch von
Körperflüssigkeiten. Es kann keine Ansteckung durch
Speichel erfolgen, auch wenn ängstliche Menschen das gerne
behaupten. Heute durch medizinische Kontrolle eingeschränkt,
aber nicht auszuschließen ist die Ansteckung über
eine Bluttransfusion. Das gespendete Blut wird untersucht, jedoch
dauert es etwa einen Monat nach der Ansteckung, bis das HI Virus im Blut
nachweisbar ist. Spendet ein Infizierter während dieses
Zeitraumes Blut, ist es noch scheinbar gesund.HIV positive Frauen die schwanger werden können unter Umständen ein gesundes Kind zur Welt bringen.
Doch in einigen Fällen übertragen HIV infinzierte Mütter das Virus auf ihr Ungeborenes Kind. Das ist besonders dann der Fall, wenn die Infektion der Mutter nicht bekannt ist, da dann keine Medikamente gegeben werden, die eine Ansteckung des Kindes verhindern könnten. Eine weitere Risikogruppe sind Herionsüchtige. Die Substanz wird durch eine Spritze in die Vene eingebracht. Durch den Mangel an Spritzbesteck sind viele Süchtige gezwungen, sich die Bestecke zu teilen. Das Virus wird so weitergegeben.
Wie sollte man mit HIV / Aids umgehen ?
Ausschließen
kann man eine Ansteckung
nie, dennoch sollte vorgebeugt werden. Als HIV positiver Mensch
muss man weder auf Geschlechtsverkehr
noch auf eine Beziehung
verzichten. Dennoch sollte offen mit der Krankheit umgegangen werden. Der Partner und wenn er auch nur ein kurzzeitiger Geschlechtspartner ist sollte informiert werden und es ist unumgänglich das Kondome verwendet werden.
HIV / Aids und das Kondom ist gerissen - Was tun ?
Kommt
es beim Geschlechtsverkehr
mit einem HIV Positiven zu einem Unfall, das Kondom reisst
und die Gefahr einer HIV
Infektion ist gegeben kommt die sogenannte PPE
ins Spiel.PPE
Unter einer PPE versteht man das
direkte Gegensteuern bei einer möglichen HIV Infektion. Die PPE sollte innerhalb
der ersten 48 bis maximal 72 Stunden nach der möglichen HIV Infektion
eingeleitet werden. Eine Kombination aus den beschriebenen Medikamente
gegen HIV plus
Präperate die das Virus ausrotten
bevor es sich im Blut festsetzen kann. Wie lange muss PPE eingenommen werden ?
Midestens 30
Tage muss diese Medikamenten
Dosis gegeben werden. Für den Betroffenen
entstehen in der Zeit Nebenwirkungen
die unangenehm sind, zusätzlich zur Angst sich mit HIV infiziert zu
haben. Nach einer Panne beim Geschlechtsakt oder einem sonstigen Anlass
der zum Verdacht einer Infektion
führt, sollte umgehend eine Klinik aufgesucht werden. Ist man
hier nicht auf einen solchen Fall vorbereitet ist auf jeden Fall eine
Weiterleitung zur entsprechenden Stelle möglich. Sind nach dem Zeitpunkt des Risikos noch andere Personen in die Gefahr einer HIV Infektion gekommen müssen diese schnellstnöglichst benachrichtigt werden und zur Aufsuchung eines Krankenhauses aufgefordert werden.
Wann ist PPE nicht mehr sinnvoll ?
Ist die
Ansteckung schon länger als 72 Stunden her, ist eine PPE nicht mehr
sinnreich. Es sollte dann umgehend ein HIV
Test gemacht
werden. In der Regel wird im Blut auf die Viren untersucht. Dies geht
frühstens einen Monat nach der Infektion, für den
betroffenden oft eine sehr schwere Zeit. Es sollte keine Schande sein
sich in der Wartezeit Hilfe und Beratung bei einem Therapeuten oder
einer Beratungsstelle zu suchen. Es gibt spezielle Beratungsstellen die sich mit HIV Erkrankten auseinander setzen. Das aufsuchen einer solchen ist empfehlenswert, da sich die Berater genau auskennen und Hilfe geben können, wie sich der möglicherweise HIV Erkrankte verhalten soll, wenn er das Ergebnis bekommt. Auf keinen Fall sollte der Lebensmut verloren werden.