Hiv oder Aids

HIV - Aids  Blutbild


Die HI Viren Blutbild läßt sich anhand verschiedener, von der Norm abweichender Parameter im Blut sicher nachweisen. Als Richtwert dienen hier u. A. die CD-4 Helferzellen. Sie zählen zu den Lymphozyten, respektive den weißen Blutkörperchen. Im Verlauf einer akuten HIV Infektion werden die CD-4 Helferzellen als Folge des Infektes reduziert. Die Anzahl der CD-4 Helferzellen pro Mikroliter Blut lässt Rückschlüsse auf die Funktionsfähigkeit des Immunsystems zu. Verringert sich die Anzahl der CD-4 Helferzellen unter 200 pro Mikroliter Blut, kann das Immunsystem keine wirksame Infektionsabwehr mehr aufbauen.

Die CD4-Zellzahl gibt Aufschluss über das Stadium der HIV Infektion:
HIV Aids Blutbild (CD4-Zellen/µl)

über 500 A

zwischen 500 - 200 B

Unter 200 C

Die Anzahl der CD-4 Helferzellen wird manchmal auch prozentual in Relation zur gesamten Lymphozytenzahl bestimmt.

Eine weitere Möglichkeit der Blutbild - Diagnostik besteht darin die Beziehung der CD-4 Zellen zu den CD-8 Zellen zu bestimmen und den Quotienten zu errechnen.
Während die CD-4 Zellen bei einer erforderlichen Immunreaktion aktiv werden, fungieren die CD-8 Zellen als Antagonist, indem sie suppressiv Immunreaktionen hemmen. Ihre Funktion ist es dem Körper nach einem überstandenen Infekt "Entwarnung" zu signalisieren.

CD4-Helferzellen und CD8-Supressorzellen steuern gemeinsam die Immunreaktion des Körpers. Zum Vergleich der Mengen von CD-4 zu CD-8 Zellen wird der Quotient beider Zellarten ermittelt.
Im gesunden menschlichen Körper ist die Menge der CD4-Zellen die das Immunsystem aktivieren größer als die Menge der CD8-Zellen, die Immunreaktionen hemmen. Der Quotient ist in diesem Fall größer 1.

HIV Aids Blutbild HIV Blutbild - Viruslast

Ein weiterer wichtiger Parameter zur Bestimmung des Infektstadiums ist die "Viruslast" (Anzahl vorhandener Viren) im Blut. Zur Bestimmung werden folgende Methoden angewandt:

Mit der Q-PCR-Methode (quantitative Polymerasekettenreaktion) lassen sich auch sehr kleine Mengen der HIV-DNS im Blut nachweisen. Da dieses Verfahren jedoch sehr sensibel ist, kann schon die geringste Kontamination einer Blutprobe mit Fremdkeimen zu einem fehlerhaften Testergebnis führen. Dieses kann sowohl fehlerhaft positiv als auch negativ ausfallen.

Die bDNA-Methode (engl. "branched DNA", d. "verzweigte DNS") wird ebenso wie die Q-PCR-Methode mit einer Probe aus dem Blutplasma des Patienten durchgeführt. Die Angabe der Virusmenge erfolgt in pg/ml oder Anzahl Viruskopien/ml.

Diese Verfahren sind bei sorgfältiger Anwendung derart hochsensibel, dass schon die geringste Viren-Kontamination im Blut (ab fünf Viruspartikel pro Milliliter Blut) nachweisbar ist.

HIV Aids Blutbild Retroviraler Therapien 

Dank neuartiger retroviraler Therapien hat sich das Risiko vieler HIV Virusträger am "Vollbild" AIDS zu erkranken während der letzten 2 Jahrzehnte minimiert. Trotzdem sollte jede Person die aufgrund wiederholt auftretender uncharakteristischer Krankheitssymptome ("Grippe", Fieber, Appetitlosigkeit, Abgeschlagenheit, Schwellung der Lymphknoten) eine mögliche HIV Infektion befürchtet, schnellstmöglich mittels eines HIV Tests klären lassen, ob Er/Sie evtl. Virusträger sein könnte.
HIV Tests werden anonymisiert, der/die Patient/in muss also bei positivem Testergebnis keine Repressalien befürchten.