Hiv und Aids

Geschichte der AIDS- Erkrankung


Erkrankung HIV Aids Im Jahr 1959 wurde erstmals die Infektion mit dem HI-Virus bei einem Mann aus der Demokratischen Republik Kongo, Kinshasa, festgestellt werden.
Am 5.Juni 1981 wurde in einer Ausgabe des "Morbidity and Mortality Weekly Report" erstmal von Michael Gottlieb eine sehr seltene Form der Lungenentzündung beschrieben. So würde diese Lungenerkrankung aus einer Pilzinfektion hervorgehen und dies nur bei Patienten, die eine erhebliche Schwäche des Immunsystems aufweisen würden. Michale Gottlieb hatte diese Form der Lungenentzündung zuvor bei einigen Patienten feststellen können, bei denen es sich um Männer aus der homosexuellen Szene aus Los Angeles handelte. Diese Männer waren vor der Lungenerkrankung noch vollkommen gesund gewesen. Nach diesem ersten Bericht von Gottlieb folgten weitere Meldungen aus den unterschiedlichsten amerikanischen Städten, die alle von einer Zunahme von bakteriellen, viralen oder anderen opportunistischen Infektionen bei Menschen mit starker Immunabwehrschwäche handelten.


HIV Aids So wurde vermutet, dass als eigentlicher Grund der Erkrankungen eine vorher erworbene Immunschwächeerkrankung den ursächlicher Faktor darstellt. Schließlich wurde im Jahr 1982 eine Krankheit als Ursache gesehen, die sexuell übertragen wird und Gay Related Immune Deficiency (GRID) betitelt wurde. Dies wurde jedoch widerlegt als sich herausstellte, dass auch Hämophile ( so genannte "Bluter"), die Bluttransfusionen erhalten haben oder heterosexuelle Drogenabhängige die rätselhafte Immunsschwächserkrankung aufwiesen. So wurde bald klar, dass es sich um eine sexuell, wie auch parenteral (z.B. über Spritzeninjektion) übertragbare Erkrankung handeln musste. Folglich bekam die Krankheit ab August 1982 die Bezeichnung "AIDS" bzw. Acquired Immune Deficiency Syndrome.

Erkrankung HIV Aids Erstmals wurde die Immunschwächeerkrankung in Deutschland bei einem Patienten in Frankfurt am Main festgestellt. Einer französischen Forschergruppe gelang es im Jahr 1983 ein Virus mit der Bezeichnung Lymphadenopathie-Virus (LAV) zu isolieren. Dieses Virus sollte die Ursache für die Immunschwächeerkrankung darstellen. 1983 wurde auch die AIDS- Hilfe in Berlin begründet. Nur ein Jahr darauf entdeckte man in einem Krebsinstitut der USA ein Virus, welchem man den Namen Virus Human T-cell Lymphotropic Virus-III (HTLV-III) gab. Bald stellte sich im März 1985 heraus, dass es sich bei dem LAV- und dem HTLV-III- Virus um ein und dasselbe Virus handelte. Im selben Jahr konnte Robert Gallo sich erstmal den ELISA- Antikörpertest in den USA patentieren lassen. Gleichzeitig fand 1985 die weltweit erste AIDS- Konferenz in Atlanta (USA) statt. Ein Jahr später wurde das Virus dann unter dem Namen Humanes Immunschwächevirus (kurz: HIV) bekannt. Im Jahr 1987 kam dann das erste Medikament gegen die Krankheit auf den Markt und ein Jahr später wurde der 1. Dezember von der WHO (= Weltgesundheitsorganisation, engl. World Health Organization) zum Welt- Aids- Tag erklärt. 1990 wurde dann auch der Kampf gegen die Diskriminierung von HIV- Infizierten innerhalb der Gesellschaft etabliert. Man führte auf der AIDS- Konferenz in San Francisco als Zeichen der Solidarität gegenüber der infizierten und AIDS- Kranken ein so genanntes "Red Ribbon" ein, welches ein Jahr später als "Rote AIDS- Schleife" weltweit Anerkennung erfuhr. Die Rote Schleife gilt auch heute noch als Symbol für die Bekämpfung von AIDS. Im Jahr 1992 wurde der Welt- Aids- Kongress von den USA nach Amsterdam umgelegt, da Schwierigkeiten mit den Einreisebestimmungen in die USA auftraten.

1994 wurden dann größere Fortschritte in der Therapie von HIV- Infizierten gemacht. So wurde ein HIV- PCR als Kontrolle der Therapie und des Verlaufes der Infektion eingeführt. Nur ein Jahr später kam der Protease- Hemmer auf dem amerikanischen Markt und noch ein Jahr darauf erfuhr Nevirapin ( ein nicht-nukleosidischer Reverse-Transkriptase-Hemmer) seine Zulassung. Auf Grund der nun präziseren und wirkungsvolleren Therapieform (Kombitherapie) sank die Sterberate 1997 in Amerika. Im Jahr 2003 etablierte sich der weltweit erste Fusionshemmer auf dem US- Markt und vor drei Jahren (2004) wurde von der Weltgesundheitsorganisation WHO die Initiative 3 by 5 begonnen, deren Ziel darin lag im Jahr 2005 mindestens drei Millionen Menschen mit hilfebringenenden Arzneimitteln zu versorgen.

Erkrankung HIV Aids Bei Entdeckung der AIDS- Erkrankung wurde die HIV- Infektion als so genannte "Randgruppenproblematik", die nur Drogensüchtige und Homosexuelle etwas anging, abgetan. Diese Einstellung änderte sich mit der Einführung von HIV- Tests, wo sich herausstellte, dass auch Menschen ohne spezifische Krankheitszeichen das Virus in sich tragen. Dies alles deutete auf eine lange Latenzphase und die Verbreitung des HI- Virus hin.

Folglich führte die Unsicherheit über die Ansteckungsmöglichkeiten und dieser nicht übersehbaren Inkubationszeit zu einer richtigen Massenhysterie. Man ging davon aus, dass von der Krankheit AIDS eine mörderische Gefahr für die gesamte Menschheit ausging.